Tourenbeschreibung

Anfahrt:
Lienz - Nußdorf/Debant - Debanttal - Seichenbrunn

Ausgangspunkt:
Parkplatz Seichenbrunn (1673m). Zahlreiche, kostenlose Parkmöglichkeiten. Allerdings ist dieser Parkplatz an schönen Tagen schnell vollbesetzt!

Aufstieg:
Am südlichen Ende des Parkplatzes leitet uns der Wegweiser "Trelebitschalm" in einen markierten Steig, der uns zunächst recht flach talauswärts führt. Bald geht es steiler entlang des Trelebitschbaches hinauf, quert oben einmal den Bach nach links, und erreicht so den Abzweig zur Nußdorfer Alm. Hier hält man sich rechts und gelangt so wenig später zur Trelebitschalm (1976m). Hier nun wieder südwärts durch Strauchwerk zügig ansteigend hoch bis auf die Talschwelle, wo sich weite Wiesenböden öffnen. Von hier kann man bereits an der rechten Talseite den Trelebitschkopf gut erkennen, der unser als Orientierungshilfe dient. Der nun flache Pfad wechselt nach links über den Bach, wo man bald den Abzweig zu den Neualplseen erreicht. Dem Wegweiser "Trelebitschtörl" folgend, quert man den Bach bald wieder nach rechts und marschiert sanft ansteigend, nun westwärts, über die Wiesenböden, bis der markierte Pfad allmählich auf Süden dreht. Hier quert man den Bach abermals und steigt nun recht steil hoch bis direkt unter die steilen Nordwände der Sattelköpfe. Bei dem dort befindlichen Wegweiser folgt man nun westwärts dem zunehmend undeutlicher werdenden Pfad (aber immer noch gut markiert) in angenehmer Steigung bis zu dem in einer Mulde versteckten Trelebitschsee (2336m). Auf Höhe des westlichen Ende des Sees, auf ca. 2370m, verlässt man den markierten Pfad (der Richtung Trelebitschtörl führt). Als Orientierungshilfe dient hier ein flacher Stein, auf dem ein verbleichter Richtungspfeil zu erkennen ist, der Richtung Trelebitschkopf zeigt. Weitgehend weglos, aber von verblassten Markierungen geleitet, gelangt man über die nordwestwärts ansteigenden Hänge, zunehmend schuttreicher und steiler, bis unter die Südflanke des Trelebitschkopfes. Knapp links unter dem Gipfel überschreitet man auf etwa 2770m schließlich den Felsgrat. Nun auf deutlichen Steigspuren durch die Westflanke (Schutt) des Trelebitschkopfes zum Verbindungsgrat zur Kleinen Rotspitze. Kaum markiert muss man sich hier den besten Weg über diesen Grat suchen. Den ersten markanten Felszacken passiert man am besten knapp links in der obersten Flanke, den zweiten dann rechts. Den dritten umgeht man dann eher wieder links und gelangt im Anschluss über die mit aufgestellten Steinplatten markierte Gratschneide zum höchsten Punkt der Kleinen Rotspitze (2869m). Dahinter gelangt man in einen Sattel und im Anschluss links haltend auf Steigspuren, die in den über 200 Meter steil hinaufziehenden Südostgrat führen. Zum Schluss muss noch Blockwerk überwunden werden, um wenig später den Gipfel der Alkuser Rotspitze (3053m) mit großem Gipfelkreuz zu erreichen.

Abstieg:
Wie Aufstieg.

Stützpunkte unterwegs:
keine

Ausrüstung
Bergwanderausrüstung mit festem Schuhwerk, Teleskop-/Wanderstöcke

Zusammenfassung:
Die Alkuser Rotspitze ist einer der südlichsten 3000er der Schobergruppe und gehört zu den markantesten und formschönsten Gipfeln dieser Gebirgsgruppe. Der Gipfel kann entweder von Oberalkus über den Alkuser See bestiegen werden oder, wie hier beschrieben, aus dem Debanttal über die Trelebitschalm. Dieser Zustieg ist sehr abwechslungsreich und bietet ständig wunderbare landschaftliche Eindrücke. Die idyllisch gelegene Trelebitschalm, die markanten Nordwände der Sattelköpfe und der Schleinitz, der Trelebitschsee und später die Aussicht auf den Alkuser See und die rundumliegende Bergwelt machen den Aufstieg recht kurzweilig und wissen zu begeistern. Am Gipfel angelangt wird man mit einer unvergleichlichen, atemberaubend traumhaft schönen Aussicht belohnt. Man hat eine Rundumsicht auf beinahe ganz Osttirol und der Blick reicht weit nach Südtirol und Oberkärnten hinein. Es bleibt fast keine Gebirgsgruppe dieser Region verborgen und man kommt mit dem zählen der 3000er-Gipfel fast nicht nach. Um nur einige wenige zu nennen umfasst das Gipfelpanorama den Großglockner, den Großvenediger, den Hochschober (der Namensgeber der Schobergruppe), das Petzeck (der höchste Gipfel der Schobergruppe), den Glödis (auch Matterhorn der Schobergruppe genannt) und unzählige bekannte Gipfel mehr. Wirklich genial! Allerdings kommt man nicht ganz einfach in den Genuss dieses herrlichen Rundumblicks. Zum einen ist die Orientierung ab dem Trelebitschsee relativ schwierig. Die Markierungen sind schon deutlich ausgebleicht und im weglosen Gelände recht schwer zu erkennen. Gute Sicht und eine genaue Tourenplanung bzw. die Mitnahme eines GPS-Geräts ist hier allemal von Vorteil! Zum anderen erfordert der Verbindungsgrat zur Kleinen Rotspitze jedenfalls Trittsicherheit und auch eine gewisse Schwindelfreiheit. Hier muss man auf die wenigen, durchwegs ausgebleichten, Markierungen genau achten und sich am besten an die teilweise vorhandenen Steindauben halten, um nicht abseits der Route rasch in steilstes Felsgelände zu geraten! Auch das Blockwerk kurz vor dem Gipfel erfordert Trittsicherheit. Dem geübten Berggeher sollten diese Passagen allerdings keinerlei Probleme bereiten, da der Schwierigkeitsgrad nicht über I hinausgeht. Die Besteigung der Alkuser Rotspitze gehört jedenfalls zu den Highlights in diesem Tourengebiet, schon allein wegen der unfassbar schönen Aussicht vom Gipfel. Wer die Schwierigkeiten und die Mühen nicht scheut, wird an dieser grandiosen Bergtour sehr viel Freude haben!

profilbild

Autor:

Dietmar Ortner

Fragen zur Tour

Tourenbilder vom 29.08.2015

Tourenkarte

Rot = Aufstieg - Blau = Abstieg

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