Tourenbeschreibung

Anfahrt:
Lienz - Huben - Kals - Spöttling-Taurer

Ausgangspunkt:
Großer, kostenloser Parkplatz 200m vor dem Taurerwirt

Aufstieg:
Ausgangsort dieser Bergtour ist der Parkplatz (1520m) ca. 200 Meter vor dem Taurerwirt. Gleich nach dem Taurerwirt überquert man den Kalser Bach über eine Brücke und folgt gleich nach dem ersten Weidegatter dem Wegweiser "Hohes Tor". Dieser leitet uns rechts in den Steig Nr. 22, der uns meist in angenehmer Steigung durch bewaldetes Gebiet und an einigen verfallenen Heuhütten vorbei hoch bis zur Waldgrenze bringt. Jetzt über einen Wiesenweg höher bis zur Kereralm (1843m). Von dort führt uns der Steig, immer wieder einen Schotterweg querend, die Pahlalm rechts liegen lassend, hoch bis zur bereits gut sichtbaren Oberen Kereralm (2242m). Weiter in direkter Linie über den Steig westwärts hoch bis zum Hohen Tor (2477m). Nun auf dem Sudetendeutschen Höhenweg nordwärts entlang der steilen Grasflanken unterhalb des Brunnerkogel und später unterhalb des Tschadinhörndl auf eine Steilstufe zu. Über diese Steilstufe hoch und weiter in einen weiten Kessel, dem sogenannten Dürrenfeld (2750m). Diesen Kessel umfasst man in einem weiten Rechtsbogen, über die Dürrenfeldscharte (2823m) am Wegweiser "Kendlspitze - versicherter Klettersteig" vorbei, bis in eine Rinne mit Schutt und Geröll, welche sich vom Nordgrat der Kendlspitze herunterzieht. Über diese über 40°-steile Rinne recht mühevoll in direkter Linie, sich immer an die Markierungen haltend, hoch und über die ersten Seilversicherungen auf eine Einschartung am Nordgrat. Dieser Nordgrat ist für ca. 10 Meter mit weiteren Drahtseilversicherungen gesichert, ehe es im Gehgelände zum nahen und recht außergewöhnlichen Gipfelkreuz der Kendelspitze (3085m) geht.

Abstieg:
Wie Aufstieg. Das steile Geröllfeld kann man nun in direkter Linie über den ausgetretenen Pfad in den Kessel des Dürrenfeldes absteigen.

Stützpunkte unterwegs:
Keine

Ausrüstung
Bergwanderausrüstung mit festem Schuhwerk, Teleskop-/Wanderstöcke

Zusammenfassung:
Mit der Kendelspitze handelt es sich um den südlichsten Dreitausender der Granatspitzgruppe und um einen grandiosen Aussichtsberg. Besonders der Blick auf den Großglockner und auf die Venedigergruppe ist wunderbar. Auch der Tourenverlauf selbst ist sehr abwechslungsreich und weiß aufgrund der wunderbaren Landschaft zu begeistern. Die Kendelspitze ist bei trockenen und schneefreien Verhältnissen für den geübten Berggeher recht einfach zu besteigen. Nur in der steilen Geröllrinne zum Nordgrat der Kendlspitze hin ist Achtsamkeit geboten, da vorangehende und unvorsichtige Bergsteiger Steinschlag auslösen könnten. Aber auch Schnee und Näße können in diesem Bereich den Aufstieg extrem erschweren. Eine Mitnahme von Steigeisen wäre im Spätherbst und bis in den Frühsommer jedenfalls zu empfehlen. Bei dem "versicherten Klettersteig" handelt es sich um wenige und kurze Drahtseilversicherungen am Gipfelgrat und verdient somit nicht seinen Namen. Der gesamte Tourenverlauf ist eher spärlich markiert und oftmals sind die Markierungen schon stark ausgebleicht. Trotzdem sollte die Orientierung nicht schwer fallen, da der Wegverlauf immer deutlich im Gelände auszumachen ist und Wegweiser an den wichtigen Stellen platziert sind. Die Trinkflaschen kann man zuletzt im Bereich der Oberen Kereralm nachfüllen. Die Kendelspitze stellt somit für den geübten und konditionsstarken Berggeher eine wunderbares Tourenziel dar und weiß jedenfalls aufgrund der grandiosen Landschaft zu begeistern!

profilbild

Autor:

Dietmar Ortner

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Alle Angaben ohne Gewähr!

Tourenbilder

Tourenkarte

Rot = Aufstieg - Blau = Abstieg

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