Tourenbeschreibung

Anfahrt:
Lienz - Matrei/OT - Stein

Ausgangspunkt:
Parkplatz in Stein (1345m)

Aufstieg:
Die Bergtour beginnt am Parkplatz in Stein (1345m), wo es ausreichend (kostenlose) Parkmöglichkeiten gibt. Dem hier befindlichen Wegweiser "Äußere Steiner Alm" folgend, bringt uns ein Weglein durch den Steilwald zügig an Höhe gewinnend höher. Kurz vor der Äußeren Steiner Alm lenkt uns der Wegweiser "Hoanzeralm" (1920m) Richtung links und man quert nun in gleichbleibender Höhe den Hang westwärts bis zum sogenannten Thiemehüttl (1924m). Nun weglos über die steilen Wiesenhänge nordostwärts bis zum Bergrücken, der hinauf zum Nussingkogel zieht. Ab hier weisen uns zeitweise Steinmänner bzw. Steindauben aber auch gut sichtbare Steigspuren den Weg höher. Diese Steigspüren führen uns immer links (!) des Grates haltend am Trigenköpfl (2620m) vorbei, dem bereits gut sichtbaren Tourenziel entgegen. Die letzten Höhenmeter sind nochmals etwas anspruchsvoller, denn grobes Gestein erfordert nochmals Trittsicherheit und Konzentration, ehe man auf dem Gipfel des Nussingkogel (2989m) steht.

Abstieg:
Wie Aufstieg.

Stützpunkte unterwegs:
Äußere Steiner Alm (1914m)

Ausrüstung
Bergwanderausrüstung mit festem Schuhwerk, Teleskop-/Wanderstöcke

Zusammenfassung:
Bereits bei der Fahrt durch das Tauerntal sticht einem der markante Gipfel des Nussingkogel in das Auge und erweckt den Wunsch einmal auf diesem Gipfel zu stehen. Mit 2989 Meter Seehhöhe verfehlt er die 3000er-Marke zwar knapp, trotzdem handelt es sich bei diesem Gipfel um einen Aussichtsberg der Sonderklasse. Das Bergpanorama umfasst unzählige 3000er, inklusive Großglockner und Großvenediger und reicht über alle Gebirgsketten Osttirols und bis weit in den Süden hinaus. Die Besteigung des Nussingkogel ist zwar technisch recht einfach, weist aber andere Schwierigkeiten auf, die man beachten sollte. Zum einen ist die Orientierung ab dem Thiemehüttl nicht ganz einfach, da es keinerlei Markierungen gibt. Auf die wenigen Steinmänner bzw. Steindauben muss man genau achten und auch die Steigspuren darf man nicht aus dem Auge verlieren. Jedenfalls muss man sich immer links des Grates bewegen, da rechts die Flanken steil abfallen. Ein gewisses Maß an Orientierungssinn ist ab dem Thiemehüttl jedenfalls erforderlich bzw. die Verwendung eines GPS-Gerätes von Vorteil. Bei Nässe bzw. Schnee ist von dieser Tour jedenfalls abzuraten, da die steilen Wiesenhänge ein Abrutschen nicht verzeihen. Selbst bei trockenen Verhältnissen muss man besonders beim Abstieg auf die Steinplatten entlang der Steigspuren achten, da auch hier ein Ausrutschen bzw. Stolpern schnell passiert ist. Nicht nur aufgrund der Länge dieser Tour und der 1700 Höhenmeter ist ein frühzeitiger Aufbruch anzuraten, sondern auch die Tatsache, dass diese Tour der Sonne recht ausgesetzt ist. Zumindest am frühen Vormittag spendet der Bergkamm passagenweise etwas Schatten. Auf den Sonnenschutz und auf eine Kopfbedeckung sollte jedenfalls nicht vergessen werden. Die Trinkflaschen kann man zuletzt im Bereich der Äußeren Steiner Alm beim Wegweiser Hoanzeralm nachfüllen, danach gibt es keine Möglichkeit mehr. Für den erfahrenen und konditionsstarken Berggeher stellt die Besteigung des Nussingkogel bestimmt ein besonderes Bergerlebnis dar und weiß besonders aufgrund der herrlichen Aussicht zu begeistern. Wer die Einsamkeit mag, ist bei dieser Tour ebenfalls sehr gut aufgehoben, da der Nussingkogel eher nicht so häufig bestiegen wird.

profilbild

Autor:

Dietmar Ortner

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