Sicher unterwegs auf der Skitour
Wer eine Skitour plant, träumt von frischem Pulverschnee und spektakulären Aussichten. Die Faszination der Berge ist jedoch eng mit der Verantwortung für die eigene Sicherheit verknüpft. Gerade in unwegsamem Gelände trifft eine einzige Fehlentscheidung oft weitreichende Konsequenzen.
Unverzichtbare Sicherheitsausrüstung
Ohne exakte Navigation drohen fatale Fehlwege oder das Verlassen sicherer Routen. Deshalb gehören eine aktuelle Karte, GPS-Gerät oder ein verlässlicher Kompass immer ins Gepäck. Neben der Orientierung markiert die Lawinensicherungs das absolute Minimum, sobald abseits präparierter Pisten unterwegs ist. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), verlässliche Sonde und eine robuste Schaufel bilden das lebensrettende Trio. Wichtig ist nicht nur das Mitführen dieser Ausrüstung. Regelmäßiges Üben im Umgang damit macht den entscheidenden Unterschied, wenn Sekunden zählen. Die Sicherheitsausrüstung wird abgerundet durch ein Erste-Hilfe-Set und einen kleinen Biwaksack, um im Ernstfall Schutz zu finden. Reflektorstreifen an der Kleidung, Signalpfeife und eine Stirnlampe sorgen für zusätzliche Absicherung, etwa bei Dämmerung oder schlechter Sicht. Wer stringent packt, verstaut das Notfallset gut erreichbar im oberen Bereich des Rucksacks.
Technische Grundausstattung und Schutzkleidung
Die Wahl der richtigen Ski entscheidet, wie kraftsparend und sicher ein Aufstieg oder eine anspruchsvolle Abfahrt gemeistert wird. Aufstiegsorientierte Tourenski bieten ein geringes Gewicht sowie robusten Kantenhalt auf harten Untergründen, während taillierte Modelle in Powder-Bedingungen überzeugen. Unverzichtbar ist eine Bindung, die sowohl im Aufstieg bequem geführt als auch im Fall eines Sturzes zuverlässig auslöst.
Worauf sollte beim Skihelm kaufen geachtet werden? Die Auswahl an Helme bietet nicht nur optimalen Schutz vor Kälte, Sonneneinstrahlung und Verletzungen durch Steinschlag oder Äste am Weg, sondern ermöglicht auch einen auf die Tour abgestimmten Komfort sowie eine gute Passform. Wer auf Tour geht, setzt außerdem auf wärmende Bekleidung. Das sogenannte Zwiebelprinzip sorgt für ein flexibles Anpassen an Temperatur und Aktivität. Eine atmungsaktive Funktionsunterwäsche bildet die Basis, gefolgt von wärmenden Isolationsschichten wie Fleece oder leichter Daune. Wasserundurchlässige, aber atmungsaktive Außenhüllen lassen Wind und Nässe keine Chance. Spezielle Tourenhandschuhe, ein Stirnband oder Hut und ein Schal mit Windstopper erhöhen die Sicherheit und den Komfort auch unter extremen Bedingungen.
Ebenfalls unverzichtbar sind Steigfelle für den Aufstieg, Skistöcke mit verschiebbaren Tellern sowie ein kleines Reparaturset für Bindung oder Skifell.
Ausrüstungscheck, Wartung und individuelle Anpassung
Ein systematischer Ausrüstungscheck vor dem Losgehen gehört zum A und O. Ohne vorherigen Test des LVS-Geräts, der Funktion von Bindungen oder der Stabilität der Steigfelle sollte niemand losgehen. Besonders für die Navigation empfiehlt es sich, digitale Geräte aufgeladen mitzunehmen und zusätzlich Ersatzbatterien oder eine Powerbank einzupacken.
Auch die Pflege der Ausrüstung entscheidet über Zuverlässigkeit. Das bedeutet: Stahlkanten und Beläge regelmäßig wachsen und schleifen, Felle auf Klebekraft prüfen, Bindungen auf Eisschäden oder Verstellbarkeit kontrollieren. Der Helm sollte keine Risse aufweisen. Bereits nach einem einzigen Sturz empfiehlt sich ein Austausch. Funktionstüchtige Reißverschlüsse an Jacke und Rucksack schützen vor bösen Überraschungen im Sturm.
Dazu kommt die persönliche Abstimmung: Die optimale Skitouren-Ausrüstung ist immer individuell gewählt. Unverzichtbar bleibt aber: Jedes Gepäckstück erhält im Rucksack seinen festen Platz, wichtige Elemente wie das Notfallset werden stets griffbereit verstaut. Eine Packliste für Skitouren minimiert das Risiko, entscheidende Teile zu vergessen.
Autor: Extern
















