Tourencharakteristik
Die Wanderung über das Marchental auf das Marchkinkele (2545m) und den benachbarten Strickberg (2553m) zählt zu den aussichtsreichsten und landschaftlich reizvollsten Genusstouren im Villgratental. Ausgehend vom beschaulichen Bergsteigerdorf Kalkstein führt die Route zunächst gemächlich entlang des Alfenbachs vorbei an der Alfenalm (1700m), bevor sie sich sanft ins sonnenverwöhnte Marchental hochzieht. Im ersten Drittel der Tour bieten sich dabei noch gute Nachfüllmöglichkeiten für die Trinkflaschen an Bächen und Brunnen im Almbereich. Über das Gissertörl (2407m) wird schließlich der geräumige Verbindungsgrat an der Staatsgrenze zwischen Ost- und Südtirol erreicht. Das Panorama am Marchkinkele ist überwältigend: Im Süden präsentieren sich die schroffen Dolomiten mit der Sextner Sonnenuhr und den Drei Zinnen, während gegen Norden die Gipfelketten der Hohentauern und der Villgrater Berge das Auge erfreuen. Der Weiterweg hinüber zum etwas höheren Strickberg (2553m) bietet nochmal ein schönes 360°-Gipfelpanorama. Die Tour führt im unteren Bereich über gut ausgetrene Wirtschaftswege, freie Wiesensteige und freies Almgelände. Dort ist stets mit Weidevieh zu rechnen. Allerdings warten im weiteren Verlauf auch sehr steile Passagen, die beim Aufstieg viel Kraft in den Beinen, aber auch insbesondere beim Abstieg volle Konzentration und Trittsicherheit verlangen – bei feuchten Verhältnissen oder Nässe ist von der Tour daher eher abzuraten. Die Orientierung fällt entlang der gesamten Route leicht, da der Weg gut beschildert und durchgehend markiert ist. Obwohl einige Markierungen passagenweise bereits etwas ausgebleicht sind, bleibt der gesamte Routenverlauf im Gelände stets gut erkennbar. Zusammenfassend handelt es sich um eine absolut lohnende, mittelschwere Bergwanderung, die vor allem durch ihre historische Grenzlage, das grandios freie Panorama und die weitläufige Alm-Landschaft begeistert.
Schwierigkeiten und Anforderungen im Überblick
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Kondition: Moderate bis gute Ausdauer für knapp 1.000 Höhenmeter Aufstieg und rund 12,5 km Gesamtlänge erforderlich. |
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Technik & Trittsicherheit: Sehr steile Passagen erfordern gute Trittsicherheit und Konzentration – besonders beim Abstieg. Bei Nässe nicht zu empfehlen. |
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Orientierung: Gute Beschilderung und Markierungen. Manche Farbmarkierungen sind zwar ausgebleicht, der Wegverlauf ist im Gelände aber immer gut erkennbar. |
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Wasserversorgung & Tiere: Trinkflaschen können im ersten Drittel nachgefüllt werden. Im unteren Bereich ist mit Weidevieh zu rechnen. |
Tourenbeschreibung
Anfahrt:
Lienz - Heinfels - Innervillgraten - Kalkstein
Ausgangspunkt:
Parkplatz in Kalkstein (1635m)
Aufstieg:
Vom Parkplatz in Kalkstein (1635m) starten wir in südwestlicher Richtung und leitet uns der dort befindliche Wegweiser „Marchkinkele Nr 5a/5“ auf einen breiten Fahrweg, über den es sanft ansteigend, vorbei an den malerischen Holzhütten der Alfenalm (1700m), tiefer ins Tal geht. Kurz nach der Alm erreichen wir eine Weggabelung (1740m). Den dortigen Wegweiser beachtend, verlassen wir den Hauptweg nach links und folgen weiterhin der Beschilderung „Marchkinkele Nr 5a/5“ nun in südöstlicher Richtung hinein ins Marchental. Der Steig schlängelt sich zunächst in stetiger, angenehmer Steigung entlang des Marchenbachs durch alpine Almwiesen, immer wieder einen Schotterweg abkürzend, hinauf. Nun wird der Steig merklich steiler und führt dann durch Strauchwerk weiter hinauf. Im oberen Kar dreht die Route leicht nach Süden und führt in weit ausladenden Kehren hinauf zum Gissertörl (2407m), einem prägnanten Sattel am Grenzkamm. Achtung: Im Frühsommer können in den steileren Hangzonen unterhalb des Gissertörls noch harte Altschneefelder liegen! Vom Gissertörl drehen wir nach Südwesten und folgen dem breiten, grasigen Grenzkamm sanft ansteigend zum ersten Tagesziel, dem Marchkinkele (2545m) mit seinen bekannten Stellungs- und Bunkeranlagen aus der Kriegszeit, die mittlerweile zur bewirtschafteten Marchhütte ausgebaut wurden. Nach einer ausführlichen Gipfelrast führt der Gratverlauf in südlicher Richtung sanft weiter. Über einen breiten Verbindungsweg erreichen wir in wenigen Minuten den etwas höheren, aber ruhigeren Gipfel des Strickberg (2553m).
Abstieg:
Wie Aufstieg.
Autor
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