Tourencharakteristik
Die Tour auf den Südgipfel des Debantgrats (3052m) führt durch das Herz der Schobergruppe. Ausgehend vom ruhigen Debanttal am Parkplatz Seichenbrunn gewinnt die Route vorbei an der Gaimberger Alm und der Lienzer Hütte stetig an Höhe, wobei in den morgendlichen Sonnenstunden sich ein besonderes Schauspiel bietet, wenn die Gipfelkreuze von Glödis und Debantgrat bereits weithin im ersten Licht glänzen. Der Charakter der Unternehmung wandelt sich im Verlauf eindrucksvoll von einem gemütlichen Alm- und Hüttenzustieg zu einer ausgiebigen, hochalpinen Bergtour. Während im unteren Teil breite Wege und gepflegte Almsteige dominieren, prägen im oberen Abschnitt über das Leibnitztörl, das Schobertörl und den Südwestgrat steile Schuttfelder, felsige Pfade sowie Blockwerk das Gelände. Am Gipfel bietet sich ein überwältigendes 360°-Panorama: Im Norden thront die Glocknergruppe mit dem Großglockner, im Nordwesten der Großvenediger, und im Nahbereich die bekannten Dreitausender Hochschober, Prijakt, Alkuser Rötspitze, Petzeck und das Matterhorn der Schoberguppe, nämlich der Glödis. Die wesentliche Herausforderung der Tour liegt vor allem in der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit entlang des ausgesetzten Südwestgrats kurz vor dem Gipfelaufbau. Die Orientierung fällt sehr leicht, da die gesamte Route vorbildlich beschildert bzw. markiert ist. Zudem bieten sich mehrfach Nachfüllmöglichkeiten für die Trinkflaschen bis in den Bereich Gartl. Zusammenfassend ist der Aufstieg auf den Debantgrat eine anspruchsvolle, aber grandiose Hochgebirgstour für konditionsstarke Bergsteiger, die alpine Einsamkeit und gewaltige Bergkulissen suchen.
Schwierigkeiten und Anforderungen im Überblick
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Kondition: Sehr gute Ausdauer erforderlich, da der Anstieg 1.400 Höhenmeter und eine lange Wegstrecke umfasst. |
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Technik: Trittsicherheit im steilen Schutt- und Blockgelände sowie Schwindelfreiheit am ausgesetzten Südwestgrat zwingend notwendig. |
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Wetter / Bedingungen: Bei Nässe, Altschnee oder Felsvereisung erhöht sich die Rutschgefahr im Steilgelände drastisch. |
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Orientierung: Die gesamte Tour ist vorbildlich beschildert und markiert. |
Tourenbeschreibung
Anfahrt:
Lienz - Debanttal - Seichenbrunn
Ausgangspunkt:
Parkplatz Seichenbrunn (1673m)
Aufstieg:
Die Bergtour beginnt am Parkplatz Seichenbrunn (1673m), wo es ausreichend Parkmöglichkeiten gibt. Zunächst folgt man der Schotterstraße (oder alternativ dem Lehrpfad) taleinwärts bis zur Lienzer Hütte (1974m). Links hinter der Hütte leitet uns der Wegweiser „Hochschober Nr. 914“ in einen Steig, der uns nordwestwärts in leichter Steigung weiter Richtung Talschluss führt. Bei ca. 2160m erreicht man einen weiteren Wegweiser und folgen wir hier weiterhin dem Steig Nr. 914, der uns nun westwärts über Geländestufen zunächst hoch zum „Gartl“ (2466m) und dann weiter bis kurz unterhalb des Leibnitztörls (2591m) bringt. Der dort befindliche Wegweiser „Hochschober Nr. 912“ leitet uns nun nordwärts auf das Schobertörl zu, bis man zum nächsten Wegweiser „Schobertörl Nr. 912“ auf 2677m gelangt. Nun wird es allmählich alpiner, wobei uns die zahlreichen Markierungen durch zunehmend karges Block- und Schuttgelände ideal weiter bergan hoch bis zum Schobertörl (2898m) leiten. Ab dem Schobertörl betritt man hochalpines, sehr steiles Gelände. Am Südwestgrat ist absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit im ausgesetzten, felsigen Terrain erforderlich! Dabei orientiert man sich an den zahlreichen blauen Markierungen und erklimmt teilweise in leichter Kletterei über den Felsgrat und ein langes Blockfeld im Endspurt den Südgipfel des Debantgrat (3052m) mit seinem Gipfelkreuz.
Abstieg:
Wie Aufstieg.
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Online seit 09.09.2026
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