Tourencharakteristik
Die abwechslungsreiche Panoramatour von der Bergstation Steinermandl über das Goiselemandl und die idyllischen Neualplseen bis zum Östlichen Sattelkopf zählt zu den besonders lohnenden Bergwanderungen in der südlichen Schobergruppe oberhalb von Lienz. Dank der Aufstiegshilfe zum Steinermandl startet die Tour bereits auf über 2.200 Metern Seehöhe. Schon nach wenigen Schritten bewegt man sich in freiem alpinem Gelände und genießt beeindruckende Ausblicke auf die markanten Lienzer Dolomiten im Süden und die Gipfelwelt der Schobergruppe im Norden. Die Route bietet viel Abwechslung: Während rund um die malerisch gelegenen Neualplseen auch gemütlichere Wegabschnitte warten, wird das Gelände im Bereich der Neualplschneid sowie beim Anstieg zum Östlichen Sattelkopf deutlich anspruchsvoller. Steilere Passagen und teilweise ausgesetzte Felsabschnitte verlangen hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die letzten Meter zum Gipfelkreuz des Östlichen Sattelkopfs sind zusätzlich mit Stahlseilen versichert. Für geübte Bergwanderer stellen diese Passagen jedoch keine größeren Schwierigkeiten dar. Auch bergerfahrene und trittsichere Kinder können die Tour gut bewältigen, sollten an den schwierigeren und ausgesetzten Stellen aber entsprechend von den Eltern unterstützt und an die Hand genommen werden. Die gesamte Route ist sehr gut beschildert und markiert, sodass die Orientierung problemlos gelingt. Landschaftlich überzeugt die Tour vom ersten bis zum letzten Meter: zwei schöne Gipfelerlebnisse, die aussichtsreiche Neualplschneid, die idyllischen Neualplseen und ein großartiges Panorama auf die umliegende Bergwelt machen diese Runde zu einem rundum gelungenen Tourentipp oberhalb von Lienz.
Tourenbeschreibung
Anfahrt:
Mit den Aufstiegshilfen (Gondelbahn und Sessellift) von der Zettersfeld Talstation hoch zur Bergstation Steinermandl.
Ausgangspunkt:
Bergstation Steinermandl (2210m)
Aufstieg:
Von der Bergstation Steinermandl (2210m) folgt man dem Wegweiser, wobei man das erste Zwischenziel, das Goiselemandl, bereits gut im Blick hat. Zunächst wandert man ohne nennenswerten Höhengewinn dahin, ehe der Steig deutlich steiler wird. Der Schlussanstieg über den Grat fordert nochmals Oberschenkelkraft, bis man schließlich das Gipfelkreuz des Goiselemandl (2433m) erreicht, das einen herrlichen Rundumblick bietet.
Vom Gipfel geht es wieder ein Stück hinunter zum Wegweiser und auf den Steig Nr. 318. Nun führt der Weg in nordwestlicher Richtung über die Neualplschneid (2460m) – teilweise etwas ausgesetzt – weiter bis zum nächsten Wegweiser. Hier schlägt man die Richtung Nord-Nordost ein und trifft sogleich auf den ersten der glasklaren Neualplseen, während das zweite Tourenziel, der Östliche Sattelkopf, bereits markant aufragt.
Über den Seenrundweg geht es zwischen den Seen hindurch bis unterhalb des letzten Aufschwungs. Stetig an Höhe gewinnend, aber nie steil, leitet der Steig hinauf zum Sattel. Die letzten Meter zum Gipfel präsentieren sich nochmals ausgesetzt und sind mit Stahlseilen gesichert. Schließlich steht man am Gipfel des Östlichen Sattelkopfs (2651m) vor dem großen Gipfelkreuz.
Abstieg:
Der Rückweg führt zunächst wieder hinab zum Wegweiser bei den Seen. Nun hält man sich links und setzt den Seenrundweg fort, bis man wieder an einen Wegweiser gelangt. Von dort geht es ohne Schwierigkeiten auf den weithin sichtbaren Nordhang des Goiselemandls zu. Diesen quert man unterhalb, woraufhin nochmals ein kleiner, steiler Anstieg folgt. Danach quert man sanft absteigend zu einer Scharte und gelangt schließlich zurück zum nun wieder sichtbaren Ausgangspunkt an der Bergstation Steinermandl.
Autor
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